Bogensport – Welche Art von Bogen ist für mich geeignet?

Bogensport als Ausgleich zum Beruf

Der Bogensport ist auf der Überholspur und kommt immer mehr an. Grund dafür ist nicht nur, das das Bogenschießen für fast jeden geeignet ist, sondern auch das Bogenschießen einfach einen optimalen Ausgleich für den Berufsalltag bietet. Auch mich hat der Bogensport in den Bann gezogen und ich entspanne neben meinem Beruf aktiv bei dieser Sportart. Neben dem Vereinsleben ist auch das Training für mich eine Abweckslung die mir und auch allen anderen im Verein zu Gute kommt.

Über den Bogensport

Bogenschießen ist ein aktiver Sport mit Pfeil und Bogen, bei dem in den meisten Fällen auf Standardisierte Zielscheiben mit Bögen unterschiedlichster Art geschossen wird. Ich bevorzuge aktuell einen Recurvebogen, es gibt neben dieser Art von Bogen, noch weitere wie zum Beispiel Comboundbögen, Jagdbögen, Langbögen und Reiterbögen. Der Bogensport zählt seit 1972 zu den olympischen Sportarten, so das es auch national und international zu vielen Turnieren kommt. Für mich ist dies allerdings nicht der Grund wesshalb ich diese Sportart bevorzuge, mir ist es wichtiger, das Bogenschießen als meditative und therapeutische Sportart optimal ist.

Welche Bogenarten gibt es?

Die Auswahl der Bogenarten ist für den Start besonders wichtig. Jede Bogenart hat Vor- & Nachteile, die es zu kennen gilt. Im folgenden Abschnitt möchte ich euch die bewährten Bogenarten vorstellen und kurz erläutern welche Eigenarten diese haben und für wen welcher Bogen ideal für den Anfang ist.

Recurvebögen

Mit einem Recurvebogen können sie im Grunde nichts falsch machen. Dieser Bogen ist seit Jahrtausenden bewährt und bietet dem Schützen neben der Präzison viele Anpassungsmöglichkeiten um auch später noch Spaß an der getroffenen Entscheidung haben zu können. Der Recurve- oder auch Reflexbogen besteht in den meisten Fällen aus insgesamt 3 Teilen, den 2 Wurfarmen und dem Mittelteil. Die Wurfarme, die ausschlaggebend für die nötige Zugkraft sind, sind bei diesem Bogen austauschbar, so das man die Stärke des Bogens im verlaufe der Zeit seinen steigenden Bedürfnissen leicht anpassen kann (dies gilt nur bei einteiligen Recurvebögen nicht).

Die besondere Bauart des Recurvebogens schont beim schießen die Handgelenke, da die Bogensehne nach dem Schuss auf die zurückgebogenen Wurfarme schlägt und so den Schock auf das Handgelenk reduziert.

Ein kleiner Nachteil der Recurvebögen, welcher aber vertretbar ist, ist das ständige auf- und wiederabbauen der Bögen. Für Anfänger und aus finaziellen Gründen empfehle ich hier ein Recurvebogen-Set, bestehend aus dem Bogen und dem Bogenkoffer. Sehne und Pfeile sind in den Sets ebenfalls vorhanden, wobei die Pfeile meist nichts nützen. Hier sollte man sich besser neue Pfeile dazu kaufen um wirklich ein besseres Trefferbild zu bekommen. Meine klare Empfehlung sind hier Carbonpfeile. Ich nutze selbst einen 62″ Recurvbogen mit 32 Pfund und komme am besten mit Carbonpfeilen mit 700 Spine klar.

Comboundbögen

Compoundbögen sind neumodische technisch basierte Bögen. Eine Auffälligkeit der Comboundbögen sind die exzentrischen Rollen an den Enden der Wurfarme. Durch diese Rollen können bei einem Comboundbogen viel höhere Zuggewichte gezogen werden als es z.B. bei einem Recurvebogen der Fall ist. Durch das extreme Zuggewicht ist auch die Pfeilgeschwindigkeit besonders hoch und die präzision eines Comboundbogens ist kaum zu schlagen. Für einen Anfänger finde ich persönlich Comboundbögen nicht als geeignet, da bei diesen Bögen vieles zu beachten ist und speziell am Bogen eingestellt werden kann. Auch die Handhabung der Comboundbögen ist eher etwas für fortgeschrittene Bogenschützen. Das Gewicht des Bogens ist durch die Bauweise doch etwas höher als bei anderen Bogenarten, dadurch wird das Zielen etwas schwerer da die Hand nicht so ruhig gehalten werden kann.

Combound-Bögen haben einen kleinen Nachteil, wer sich mit den Einstellungen des Bogens nicht auskennt oder nicht weis was er möchte, kann den Bogen schnell verstellen und ihn somit nicht fachgerecht nutzen. Besonders das Zuggewicht ist hier zu nennen, ein zu hohes Zuggewicht beeinträchtigt nicht nur das Flugverhalten der Pfeile sondern belastet auch unnötig das verwendete Material wie Pfeilfänge, Pfeile und den Bogen selbst. Somit eignet sich der Comboundbogen für fortgeschrittene Bogenschützen eher als für Einsteiger.

Jagdbögen

Besonders beliebt bei Frauen und Kindern sind Jagdbögen, diese sind in einem Stück und müssen vor Training oder Wettkampf nicht erst montiert werden. Für die meißten ist der Jagdbogen optimal, da dieser von Größe und Gewicht her nicht viele Ansprüche stellt. Das Zuggewicht eines Jagdbogens ist je nach Typ festgelegt und kann nicht durch diverse Einstellungen oder wechsel von Bauteilen (Bogen ist aus einem Stück) verändert werden. Aus diesem Grund sollte jedem schon vor Kauf klar sein, wie viel Kraft man als Schütze aufbringen möchte bzw. kann um den Bogen zu spannen. Diese Bogenart ist neben dem Langbogen der ursprünglichen Verwendung von Pfeil und Bogen am nächsten.

Für den Jagdbogen benötigt man nicht viele Kenntnisse, dieser lässt sich leicht verwenden und ist stets bereit. Nur den Bogen aus der Tasche holen, die Sehne spannen und schon kann es losgehen. Dadurch wird diese Bogenart besonders für Kinder verwendet, die es noch nicht so mit der Technik haben. Bei Jagdbögen kann einfach nicht viel schief gehen. Um mit einem Jagdbogen traditionsgemäß zu schießen sind auch die passenden Pfeile nötig. Jagdbögen eignen sich für Pfeile aus Carbon, Holz oder Aluminium und sind somit für jede Geldbörse geeignet.

Langbögen

Der Langbogen, welcher in Europa im Mittelalter sehr verbreitet war, ist die Grundform des Bogens. Im Ursprung war der Querschnitt der Langbögen meist D-Förmig wobei heute eher eine flache Form der Wurfarme verwendet wird. Wenn dieser nicht gespannt ist, sind die Wurfarme gerade. Dadurch berührt die Bogensehne im gespannten Zustand nur die Enden der Wurfarme.  Der Langbogen erhielt seinen Namen weil er oft so groß (lang) wie sein Schütze war. In der heutigen Zeit neigt man eher zu kleineren Modellen welche auch nicht wie üblich Zuggewichte von über 100 Pfund aufweisen. Dieses extreme Zuggewicht ist kaum zu spannen, desshalb sind Zuggewichte von 40-50 Pfund üblich. Durch moderne Materialien wie Glasfaser und Carbon erreichen diese Langbogen trotzdem erhebliche Schussleistungen.

Bögen mit dieser Länge haben den entscheidenden Nachteil, das sie viel Platz bei der Aufbewahrung und beim Schießen benötigen. Der Umgang mit einem Langbogen sollte schon geübt werden um andere nicht zu behindern. Desshalb sieht man bei Tunieren seltener Anfänger mit solch einem Bogen. Aber nicht nur die Größe ist ausschlaggebend, sondern auch die höhere Spannkraft die benötigt wird um den Bogen ruhig auszuziehen und zu spannen. Bei Langbögen könnt es öfter vor, das der Schütze den Bogen beim lösen der Sehne (Schuss) verzieht und dadurch das eigentliche Ziel nicht optimal trifft.

Reiterbögen

Auch wenn das Schießen mit Pfeil und Bogen von einem Pferd nicht mehr so aktiv betrieben wird, behalten Reiterbögen weiterhin ihren Reiz und ihre Beliebtheit. Die Besonderheit der Reiterbögen ist hierbei entscheidend, mit diesen Bögen lassen sich sehr schnell nacheinander Pfeile verschießen. Im Tournier ist zwar reichlich Zeit vorhanden, aber gerade im Training ist es oft von Vorteil schnell “nachladen” & schießen zu können. Die Handhabung ist hier ähnlich simpel wie bei einem Jagdbogen. So das auch diese Bogenart von vielen Kindern gern genutzt wird.

Dieser Bogen erhält seinen Namen, weil ihn früher Reiter benutzt haben. Er ist meist kleiner als andere Bogenarten, denn er sollte beim Reiten gut zu transportieren sein. Grundsätzlich könnte es jeder beliebige Bogen sein, doch die Größe macht ihn dafür perfekt. In seiner Form erkennt man ebenso einen deutlichen Unterschied. Der Mittelteil besitzt eine starke Einkerbung. Die kompakte Bauweise macht ihn auf alle Fälle sehr handlich.

Bogenarten
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Letzte Aktualisierung am 22.07.2019 um 09:53 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API