Für jedes Paar stellt sich irgendwann die Frage, ob es nicht langsam Zeit für den eigenen Nachwuchs ist. Als 6-facher Vater kann ich ihnen mit Sicherheit sagen, das es keinen perfekten und optimalen Zeitpunkt gibt um Kinder zu bekommen. Auch kein Elternteil ist von Anfang an die Super-Mutter oder der Super-Dad. In das Leben als Elternteil wächst man hinein und lernt im Laufe der Zeit immer mehr dazu. Einen großen Vorteil kann man genießen, wenn an jemanden an der Seite hat, der einem gut gemeinte Ratschläge geben kann. Auch wenn man seine Kinder nicht erziehen möchte, wie man selbst erzogen wurde, sind hier die eigenen Eltern oft die beste Anlaufstelle. Den Rat oder die Meinung der eigenen Eltern sollte man sich dennoch zu Herzen nehmen, ob und wie man die Ratschläge selbst umsetzt, ist jedem selber überlassen. Auf dieser Seite möchte ich auf einige Grundlegende Fragen für werdende Eltern eingehen und diese mit meinen Erfahrungen und Kenntnissen beantworten. Nur eines vorweg, ich bin kein Physiologe oder Arzt, meine Erfahrungen mit Kindern in der Beziehung kommen direkt aus meinem Leben.

Wann sollte man sich über eigenen Nachwuch Gedanken machen?

In der Vergangenheit gibt es immer mehr junge Mütter, die noch nicht einmal die Schule abgeschlossen, geschweige den einen vernünftigen Abschluss in einem Beruf haben. Meiner Meinung nach ist dies wirklich viel zu zeitig. Eine der Grundlagen für ein ordentliches Leben ist eine Aufgabe, die jeder gern erfüllt und diese Aufgabe finden viele im Beruf. Auch wenn die Berufsausbildug nicht immer die ist, die man sich vorgestellt hat, hilft ein ordentlicher Abschluss auch später immer wieder in einen Wunschberuf einsteigen zu können. Auch wenn es ein Einstieg als Queereinsteiger ist.

Ein weiterer Vorteil eines Abschlusses ist, das durch einen erlernten Beruf oft auch die finanzielle Unabhängigkeit beider Elternteile gewährleistet werden kann. Auch die Absicherung in der Elternzeit ist durch die Lehre eher gegeben als wenn man noch in der Schulzeit Schwanger wird. Anlaufstellen für werdende Eltern werden wir in einem anderen Artikel näher erläutern.

Also wann sollten nun die Kinderwünsche wirklich realisiert werden? Wenn man sich Fachberater durchliest oder Meinungen aus Literatur oder diversen Beratern anhört oder durchliest, wird oft geschrieben oder gesagt, das man sich erst im Beruf ein sicheres Standbein erarbeiten sollte. Hier geht meine Meinung etwas vom Mainstream ab. Ich vertrete die Meinung, das ein sicheres Standbein in der heutigen Arbeitsmarktlage für die wenigsten realisierbar ist. Welcher Arbeitsplatz außer welche im Beamtenstatus oder in größeren Familienbetrieben ist denn noch sicher? Desshalb sollte man meiner Meinung nach 1 – 3 Jahre im Beruf tätig gewesen sein und kann sich dann getrost mit der Familienplanung beschäftigen. Gehen wir mal von der Mehrheit der Jugendlichen aus, die einen Mittelstufe-Abschluss erreichen. Mit Realschulabschluss verlässt man mit 16 oder 17 Jahren die Schule und muss in den meisten Berufen noch 3 – 4 Jahre lernen um einen Abschluss (Gesellenbrief) zu bekommen. Wer jetzt noch 1 – 3 Jahre im erlernten Beruf tätig ist, könnte mit 23 – 24 Jahren den Kinderwunsch realisieren.

Kinderwunsch, was vor der Geburt ansteht!

Diese Frage könnte ein ganzes Buch füllen, aus diesem Grund möchte ich hier nur kurz darauf eingehen und dieses Thema in einem anderen Artikel nochmal genauer behandeln. Was meine Erfahrungen angeht, sollten erstmal grundlegende Dinge beachtet werden. Zum einen gehört ein eigener Haushalt zu den ersten Sachen, die für werdende Eltern realisiert werden sollten. Es ist zwar für einige auch möglich die Kinder und im besten Fall den Partner/in im Haus der eigenen Eltern unter zu bringen, aber ich finde dies nicht als Glanzleistung für werdende Eltern. Fragen in der Erziehung, schon von Geburt an und Umstände, die ein Baby nunmal mit sich bringt, belasten das Verhältnis zwischen Eltern, Kind und Großeltern unnötig.

Genau wegen diesen Umstand ist für mich ein eigener Haushalt (egal ob Wohnung oder Haus) schon Pflicht. Hier sollte auf die größe der Wohnung geachtet werden. Für junge werdende Eltern sollte hier eine 3-Raum Wohnung völlig genügen. So haben die Eltern immer noch die Möglichkeit Freunde und Bekannte in der Stube zu empfangen und das zukünftige Kind kann in Ruhe im Schlafzimmer (Baby-Alter) oder im eigenen Kinderzimmer schlafen. Einen kleinen Rat möchte ich euch für die Wohnungssuche mit auf den Weg geben, sucht euch eine Wohnung im Erdgeschoss oder in der ersten Etage. Den Kinderwagen oder Kindersitz mit dem Wocheneinkauf bis in die höheren Stockwerke tragen zu müssen wird auf Dauer sehr belastend. Auch gerade kurz nach der Geburt ist es für Frauen oft sehr anstrengend, das Baby unendlich viele Treppen rauf zu tragen.

Kinderwunsch, die Geburt / Entbindung – Was Paare beachten sollten.

Besonders aufregend für Frauen und für werdende Väter ist die Entbindung. Hier spielt das Vertrauen in einer Beziehung eine entscheidende Rolle. Die werdende Mutter verlässt sich hier in den meißten Fällen auf ihren Partner und erwartet Verständniss und zuvorkommendes Verhalten. Natürlich ist dies auch schon im gesamten Verlauf der Partnerschaft wichtig, aber hier kommt es für viele werdenden Mütter drauf an. Ist auf den Partner kein Verlass oder werden Probleme der Frau nicht ernst genommen (auch wenn es manchmal nur Kleinigkeiten sind) ist das friedliche Miteinander oft schon vorbei. Viele Männer können sich gar nicht vorstellen, was in einer Frau in der Schwangerschaft und besonders kurz vor einer Entbindung vor geht.

Auch hier ein kleiner Apell von mir an die Frauen. Bitte legt nicht alles auf die waage, was von eurem Partner an Sprüchen kommt. Diese sind oft nicht so gemeint, auch wenn sie nicht gerade passen. Auch Männer haben während dieser Zeit einiges zu überwinden. Die Probleme der Männer sind zwar nicht so schwerwiegend und körperlich aber die Emotionen gehen den Herren der Schöpfung in dieser Lebensphase oft auch über und viele Männer wisser damit nicht richtig umzugehen.

Für Frauen und ja, auch für Männer empfehle ich ein paar Ratgeber über die Schwangerschaft und die Entbindung zu lesen. Hier finden sie gut beschriebene Informationen über die schöne Zeit, wie ein kleines Menschenleben entsteht.

Neben vielen Ratgebern im Internet oder als Buch können sie sich auch professionelle Hilfe holen. Es gibt überall Hebammen, die den werdenden Eltern (nicht nur den Frauen) gern mit Rat und Tat beiseite stehen. Diese sind in den meißten Fällen Tag und Nacht für sie bereit und können spezielle auf Sorgen und Probleme eingehen. Hierfür muss man sich nur öffnen und den Hebammen auch über Fragen oder Probleme berichten, auch wenn diese noch so banal sind. Hebammen sind gelernte Entbindungshelfer und kennen sich in der grundlegenden MedizinischenVersorgung aus und wissen auch wann ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Kinderwunsch im hohem Alter? (Meine Meinung)

Was mich persönlich immer wieder verwundert, ist das es in den letzten Jahren in die Mode gekommen ist, mit 40, 50 oder mehr Jahren noch den Kinderwunsch zu hegen. Ich empfinde diesen Wunsch im höhrerem oder hohem Alter irgendwie egoistisch. Für Kinder ist es mit Sicherheit schöner, jüngere Eltern zu haben, mit denen sie auch noch was unternehmen können. Jahrgänge mit 45 und mehr Jahren auf den Schultern sind meines erachtens eher als Großeltern gedacht als als Eltern. Aber wie überall, gibt es auch hier Extreme in beide Richtungen. Wer schon Kinder hat und diese ein gewisses Alter erreicht haben sollte sich doch wirklich lieber auf die eigenen Enkelkinder freuen.

Was kosten Kinder im Schnitt (Statistisch)?

Statistisch ist diese Frage auf so vielen Seiten nachzulesen, die Angaben belaufen sich meist so zwischen 500 & 600 Euro pro Monat. Dies entspricht bis zu dem 18. Lebensjahr um die 108.000 bis 130.000 Euro. Diese Angaben belaufen sich meines Erachtens nicht unbedingt der Realität nahe. Gerade Familien mit geringem Einkommen oder alleinerziehende Mütter & Väter müssen mit weit weniger auskommen und bekommen in den meißten Fällen ihre Kinder auch ordentlich erzogen.

Berechnungen werden auf Grund der Lebenserhaltungskosten angestellt und diese variieren nicht nur vom Einkommen der Eltern sondern auch von der geografischen Lage, der Gesundheit des Kindes und später den Anforderungen, welche der Heranwachsende stellt. Auch die Verfügbarkeit von Kindergrippen, Kindergärten, Schulen mit Ganztagesangeboten, eine spätere Ausbildung etc. spielen hier eine entscheidende Rolle.

Wie beeinflussen Kinder das Beziehungsleben?

Partnerschaften werden in den Jahren der Kindererziehung in regelmäßigen Abständen auf die Probe gestellt. Dies ist nicht nur der Fall, solang die Kinder noch klein sind, sondern geht bis weit ins Erwachsenenalter der eigenen Kinder hinaus. Am Anfang ist für fast alle, der Schlafmangel ein großes Thema. Wer sich hier aber mit dem Partner einig ist, kann dem schlimmsten aus dem Weg gehen. Es sollte für jeden der Elternteile ausreichend Schlaf vorhanden sein. Auch wenn Mütter “nur” zu Hause auf das oder die Kinder aufpassen ist dies oft anstrengender als 8 – 9 Stunden einer regulären Arbeit nachzugehen. Wer arbeitet hat nach 8 Stunden frei, als Mutter sieht die Sache anders aus. Besonders diesen Umstand sehen viele arbeitenden Elternteile selten (egal wer von beiden arbeitet).

Das sich das Erscheinungsbild bei Frauen nach einer Schwangerschaft ändert, sollte eigendlich jedem Mann klar sein, nur die wenigsten Frauen sehen nach einer Entbindung wieder aus wie ein Top-Model. Frauen, die sich in den Monaten der Schwangerschaft sehr verändert haben, haben oft auch ein starkes Problem mit dem Selbstwertgefühl. Hier sind speziell die Partner gefragt!

Ermutigt eure Frauen und steht ihnen treu bei Seite. In vielen Fällen dauert es nur etwas länger, bis sich das Bindegewebe der Haut und auch die kleinen Pölsterchen wieder verschwinden und auch wenn euer Größe 34 Model nun in 2 bis 4 Nummern größere Kleidung passt, denkt immer daran das dies aus Liebe zueinander entstanden ist und erfreut euch an eurem kleinen Engel, dem ihr das Leben geschenkt habt.

Wem sich nun die Frage stellt, was mit dem Liebesleben passiert, kann eines schon mal sagen. Die Liebe ist nicht nur Sex, sie wächst mit einem verlässlichen Partner auf den man sich in jeder Beziehung verlassen kann. Aber das wird hier wohl die wenigsten interessieren. Also schreiben wir von der Sexualität in der Beziehung von Eltern. Für ausgewogenen unbefangen Sex bleibt durch kleine Kinder kaum noch Zeit in den eigenen 4 Wänden. Das soll jetzt nicht heißen, das ihr eure Neugeborenen ins Kinderbett legt und eure Abenteuer nach außerhalb der Wohnung verlegt, sondern dass ihr euch nun um andere Sachen kümmern solltet. Viele Mütter sind sich im klaren was es bedeutet Mutter zu sein, doch den Männern bleibt diese Erkenntniss meist erspart. Viele Männer (so auch ich) müssen regelmäßig darauf hingewiesen werden, das die Sach mit der Libido jetzt anders läuft. Im günstigsten Fall habt ihr liebe Großeltern, die im NOTFALL auch mal einen Abend oder eine Nacht übers Wochenende auf die Kids aufpassen können. So kann man ungestört und ohne Bedenken der Leidenschaft nachgehen auch wenn es ab und an mal etwas lauter werden könnte.

Eben dieses Problem erwarten auch Eltern, die dem Nachtleben nicht abschwören können. Nächtelange Party’s bis in die Morgenstunden können von der Tagesordnung gestrichen werden. Hierfür ist einfach keine Zeit mehr da, denn Kinder wollen am nächsten Morgen wieder beschäftigt und umsorgt werden. Mit zunehmenden Alter der Kinder gibt sich das, nur nun stehen viele Elternteile wieder vor dem Problem, das sie auch keine Lust mehr auf Party’s haben. Somit ist die Sturm-& Drangzeit wohl vorbei.

Gegen ruhige Abende mit Freunden oder in der Familie wird wohl auch ein Baby nichts dagegen haben. So können sie getrost ab und an mal ihre Arbeitskollegen, Freunde oder Bekannte einladen. Auch ein kleines Bier oder ein Glas Wein ist den Eltern natürlich gestattet, nur übertreiben sollte man es nun nicht mehr. Kinder werden von einer Minute zu anderen Krank oder rennen voller Freude gegen Türrahmen so dass sie ein Elternteil zum Arzt bekleiden sollte. Hier macht es selten einen guten Eindruck, wenn man sternhagelvoll vor dem Arzt steht und ihm mit Fahne erläutert was geschehen ist.

Die Wohnung mit Kindern, was beachtet werden sollte.

Die Wohnung oder das Haus sollte schon etwas auf den Nachwuchs vorbereitet werden. Ich möchte hier keine Einkaufsliste für werdene Eltern zur Verfügung stellen, dafür würde der Artikel nicht reichen und davon gibt es auch schon reichlich. Eventuell greife ich dieses Thema in einem anderen Beitrag später noch mal auf. Anfangs sind Kinder noch nicht so aktiv und robben von der einen Ecke des Zimmers bis in die andere Ecke. So schön wie dieser Zustand ist, dieser wird nicht lange anhalten. Um so ratsamer ist es, Steckdosen so abzusichern, das kleine Finger nicht prüfen können ob gerade Strom anliegt oder nicht. Ebenso wichtig ist es Treppen und höhere Absätze in der Wohnung oder im Haus Fallsicher zu gestallten. Hier können Sicherheitstüren speziell für Kinder die Sicherheit gewährleisten und so vor Stürzen schützen.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf Schranktüren liegen. Diese finden die Kleinen im Normalfall sehr interessant und haben einen Spaß daran, diese immer wieder auf und zu zu schlagen. Oft mit den Folgen, das eventuell Finger oder andere Körperteile zwischen Tür und Schrank sind, was besonders für kleine Kinder sehr unangenehm ist auch wenn nichts schlimmeres passiert ist. Spätestens hier werden die Nerven der Eltern auf die Probe gestellt. Ersparen sie es lieber ihren Kindern und sich selbst, ihnen wird es mehrfach gedankt werden.

Letzte Aktualisierung am 19.09.2019 um 17:23 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API