Haifa in IsraelHaifa ist eine Hafenstadt im Norden Israels, die sich stufenförmig vom Mittelmeer bis an den Nordhang des Berges Karmel erstreckt. Wahrzeichen der Stadt sind die perfekt angelegten Hängenden Gärten der Bahai sowie in ihrem Zentrum der Schrein von Bab mit der goldenen Kuppel. Am Fuß der Gärten liegt die Deutsche Kolonie mit Geschäften, Galerien und Restaurants in Gebäuden des 19. Jahrhunderts.

Geschichte von Haifa

Haifa hatte lange Zeit eine eher geringe Bedeutung, weil es gegenüber Akko einige Standortnachteile hatte: Der Platz am Südrand der Bucht war schlechter geschützt, östlich der Stadt, im Mündungsbereich des Flusses Kischon, gab es Sümpfe und das Karmelkap bildete ein natürliches Hindernis auf dem Weg nach Süden. Der relativ unbedeutende Ort wird entsprechend (anders als viele andere Städte Israels) in der Bibel nicht erwähnt.

In der Antike bestand an der Mündung des Flüsschens Kishon ein kleiner Hafenort, inmitten des Industriegebiets wurden am Tel Abu Hawam Ausgrabungen durchgeführt und bronzezeitliche Siedlungsspuren gesichert; nach Versandung des Hafens verschob sich das Siedlungszentrum nach Bat Galim. Etwas weiter südlich, beim Tel Shikmona bestand ein jüdisches (hier wurde die blaue Tekhelet-Farbe für priesterliche Gewänder gewonnen) und byzantisches Siedlungszentrum, das ebenfalls Gegenstand archäologischer Untersuchungen ist.

Unter byzantinischer und arabischer Herrschaft stand Haifa an Bedeutung stets hinter dem Hafen von Akko an Bedeutung zurück, im Ort wurde Handel getrieben und Farbstoffe aus Meeresschnecken gewonnen. Um 1100 wurde die Stadt von den Kreuzfahrern eingenommen und eine kleine Festung errichtet, im 13. Jhdt. wurde von seit etlichen Jahrzehnten auf dem Karmel hausenden Einsiedlern der Karmeliterorden gegründet und das erste Karmeliterkloster gegründet, welches nach Vertreibung der Kreuzfahrer unter dem Mameluken Baibars in eine Moschee umgewandelt wurde.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts jahrhundertelang nur eine wenig bedeutende Siedlung bestanden, erst ab 1769 wurden der Ort und der Hafen gezielt ausgebaut und der Aufstieg begann: Haifa gewann als Tiefwasserhafen gegenüber dem aufgrund von Verlandung für grössere Schiffe zunehmend ungeeigneten Hafen von Akko zunehmend an Bedeutung.

Noch unter osmanischer Herrschaft liessen sich deutschstämmige Templer (nicht zu verwechseln mit dem Tempelritterorden der Kreuzfahrerzeit) in Haifa nieder. Diese aus pietistischem Umfeld stammenden Christen wurden von der lutheranischen Landeskirche Württembergs verfolgt, mit preussischer Unterstützung konnten sie am Fusse des Karmel Land erwerben und ab 1868 die Templerkolonie aufbauen. Die ziegelgedeckten Häuser mit ihren Firstdächern, die grosszügig angelegten Strassen und der Bau einer Hafenmole für grössere Schiffe verschafften den Siedlern einiges Ansehen, ähnlich wie die Entwicklung der Landwirtschaft und beginnende Vermarktung der “Jaffa Orangen”. Zu Beginn des 20. Jhdt. wanderte eine zweite Siedlerwelle ein, gegen Ende des ersten Weltkriegs wurden 850 deutschstämmige Templer von den Briten interniert und als der Kooperation mit dem (deutschen) Feind verdächtigt, nach Ägypten deportiert. Unter britischer Mandatsherrschaft wurde ihnen die Rückkehr erlaubt und eine finanzielle Entschädigung zugesprochen; die Templersiedlungen begannen erneut aufzublühen. Im Jahre 1939 wurden die Templer, von denen sich ein Teil dem Nazionalsozialismus angeschlossen hatten, unter britischer Mandatsherrschaft nach Australien deportiert, im Teil im Austausch gegen ausreisewillige Juden direkt ins deutsche Reich zurückgeschickt. Mit dem Kriegsende wurde die Rückkehr nach Israel abgelehnt und somit das Buch der Geschichte der pietistischen Templer in Israel geschlossen, in den Fünfzigerjahren wurden die ehemaligen Besitzer vom Staat Israel mit 54 Mio. DM entschädigt. Die Gebäude der ehemaligen Deutschen Kolonie um die Ben Gurion Str. wurden in den letzten Jahren renoviert.

Die sterblichen Überreste des Báb, des Gründers der Baha’i Religion, wurden 1899 nach Haifa gebracht und 1909 in einem Mausoleum auf dem Berg Karmel beigesetzt, der Religionsstifter Baha’u’llah hat den Ort festgelegt, der 1953 mit einem Kuppelbau mit einer vergoldeten Kuppel überbaut wurde. Der Garten mit seinen Terassen mit symmetrisch angelegten Wegen gehört mit anderen historischen Pilgerstätten auf dem Karmel seit 2008 zum UNESCO Welterbe.

Ab 1905 war Haifa der Endpunkt einer Nebenstrecke der Hedschasbahn, später auch ein wichtiger Knotenpunkt für weitere Bahnlinien entlang der östlichen Mittelmeerküste und nach Ägypten, was die Entwicklung der Stadt ebenfalls nachhaltig unterstützte. Im 20. Jahrhundert, v.a. aber nach der israelischen Staatsgründung, war Haifa für viele auf dem Seeweg ankommende Einwanderer das Tor nach Israel bzw. zum britischen Mandatsgebiet Palästina. Haifa ist heute eine der wichtigsten Hafen- und Industriestädte des Landes und das größte städtische Zentrum Nordisraels.

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Wo liegt Haifa

Die Stadt liegt an den nördlichen Hängen des Mount Carmel , mit Ausnahme des Hafenabschnitts an der Bucht. Wohn- und Geschäftsviertel liegen an den Hängen und feinere Residenzen und viele Resorthotels auf dem Berggipfel, von denen aus man einen herrlichen Blick auf die gesamte Bucht hat. Die Unter- und Oberstädte sind durch eine U-Bahn verbunden .